Fußball zum abgewöhnen statt packendem Spitzenspiel: Was der GKSC und Viktoria Glesch Paffendorf den Zuschauern am Sonntag zu bieten hatten, war das eintrittsgeld nicht wert. Am Ende ging Glesch zwar mit 1:0 als Sieger vom Platz. Aber eigentlich hatte dieser Grottenkick keinen Gewinner verdient.
Müde, unbeweglich und ohne jeden Spielwitz - So präsentierten sich die Gastgeber über weite Strecken der Partie. Lediglich eine Spitze, nämlich Sebastian Brüggen, hatte Co-Trainer Sebastian Banisch aufgeboten. Aber der war schon nach der ersten Halbzeit so frustriert, dass er sich in Durchgang zwei sicherheitshalber so gut wie überhaupt nicht mehr in Szene setzte. Zur Entschuldigung sei jedoch betont, dass aus der Hintermannschaft auch nichts Verwertbares für den Angreifer geliefert wurde.
Auf der anderen Seite traten die Gäste aus Glesch auch nicht gerade wie der ambitionierte Aufstiegskandidat auf. Immerhin blitzte hin und wieder so etwas wie ein Spielaufbau durch, und dann brachten die Mannen von Trainer Oliver Lehrbach die Gleueler Defensive auch gewaltig ins Schwimmen. So auch in der 73. Minute, als Abwehrspieler Alan Condat seinen Gegenspieler zu leichtfertig laufen ließ, und der auf diese Weise völlig unbedrängt zum einzigen Treffer des Tages einnetzen konnte.
Unschöne Szenen spielten sich kurz vor Schluss ab. Zunächst leistete sich Gleuels Rocco Gentliesca eine Tätlichkeit, die der Assistent gesehen und sofot dem Unparteiischen gemeldet hatte. Für die Kinderei gab´s Rot. Ebenfalls Rotverdächtig war die Spuckattacke eines Glescher Spielers gegen Ergün Dincel kurz vor Ende, die der Schiedsrichter allerdings nicht bemerkte. Die Verantwortlichen beider Seiten hatten nach dem Schlusspfiff reichlich Mühe, die Kontrahenten dauerhaft auseinander zu halten. Selbst vor den Kabinen versuchten sich die Streithähne noch an den Kragen zu gehen.
Fazit: Glesch übernimmt die Tabellenführung dank eines geschenkten Sieges in Gleuel. Und an der Barbarastraße muss man sich ernsthaft Gedanken darüber machen, wie schnellstmöglich wieder Zucht und Ordnung in die Truppe kommen. Jupp Kurth, dem die sportliche Leitung obliegt, hat jedenfalls schon einmal einschneidende Maßnahmen angekündigt.







