Von Montserrat Manke
Wesseling. Eine der ältesten Sportarten der Menschheit überhaupt ist - man lese und staune - das Kegeln. So fand man bei archäologischen Ausgrabungen in Ägypten Teile eines Kinderkegelspieles, welche auf 3500 vor Christus datiert wurden. Als Urform des uns bekannten Spieles werden die Zielwurfspiele germanischer Stämme in Mitteleuropa vermutet, bei denen mit Steinen auf Knochen geworfen wurde. Diese barbarischen Sportgeräte benutzen die Mitglieder des Kegelclubs "Stramme Junge" natürlich nicht, denn auch im Jubiläumsjahr ihres Bestehens werfen sie mit ordentlichen Kugeln auf die Kegel und das natürlich geordnet auf der Bahn.
Vor einem Vierteljahrhundert begann alles in der Gaststätte
"Blenn", wo ein paar Freunde sich wöchentlich zum
Herrenabend trafen. Doch durch zunehmende Wechsel in den
Partnerschaften und sonstigen Widrigkeiten wurden die Treffen immer
unregelmäßiger und man kam auf die Idee, sich einmal im
Monat zum Kegeln zu treffen. Nach einem ersten Kegelabend in der
damaligen Gaststätte "Zum Klausner" (später
Königseck) wählte man das Restaurant "Zum
Römer" und später eine Kegelbahn in Brühl, wo
bis September 1998 regelmäßig die Bahn frequentiert
wurde.
Dann fanden die Kegelfreunde wieder ihre Heimat in Wesseling und
kegelten fortan im Königseck doch mit dem Weggang der
Pächter wurde ein neues Plätzchen wieder vakant, und nach
einigen weiteren Wechseln sagten sich die Herren "Back to the
roots" und kegeln seit Februar dieses Jahres wieder beim
Römer.
Der Spaß der Truppe sprach sich schnell herum, aber diversen
Aufnahmeanträgen konnte wegen der Begrenzung auf elf
Sportsfreunde nicht stattgegeben werden, bis auf eine Ausnahme, ein
ganz alter Kegelfreund, der am Anfang nicht mitmachen konnte, wurde
aufgenommen, seitdem sind es zwölf Sportsfreunde. Gemeinsam
wird natürlich einmal im Jahr auf Kegeltour gegangen, die
Jubiläumsfahrt führte schließlich in das Mekka der
Kegelclubs, auf Mallorca nach El Arenal.





