Neue Tafel erleichtert die Orientierung

Künstler schuf einmaliges Kunstwerk für die Petrus-Kapelle

Bedburg (red). Ortsbürgermeister Willy Moll wurde immer wieder von zahlreichen Besuchern angesprochen, die im rekultivierten Gebiet in der früheren Ortslage von Königshoven die im Jahr 2005 errichtete Petrus-Kapelle besucht haben.
Sie wollten wissen, was es mit der Petrus-Kapelle auf sich hat und warum sie an dieser Stelle errichtet wurde. Daraus entstand eine Idee, die jetzt umgesetzt wurde. Zukünftig wird an der Nordwand der Kapelle eine Tafel zu finden sein, die grafisch anschaulich die Ortslage zeigt und die Zusammenhänge erklärt.
Diese Tafel wurde geschaffen vom Künstler Heinz Pöpping aus Elte im Münsterland. Zu ihm hatten die Schützen von Königshoven bereits seit längerer Zeit Kontakt, weil sein Sohn als Stellmacher einen hervorragenden Namen hat und die Räder der alten Artillerie-Kanone gefertigt hat.
Viele persönliche Gespräche und Besuche waren notwendig, um aus der Idee ein einmaliges Kunstwerk zu schaffen. Dabei wurde Willy Moll tatkräftig von Wolfgang Robertz, Mitglied im Förderverein der Kapelle und von der Leitung des Tagebaues Garzweilers unterstützt. Ein entsprechender Hinweis wird an der Tafel zu finden sein.
Heinz Pöpping hat es verstanden, aus alten Zeichnungen und Vorlagen ein künstlerisch modernes Werk zu schaffen. Aus einer Holztafel mit 82 mal 56 Zentimetern Größe schnitzte er dreidimensional die Basisform für den späteren Guss.
Schon allein die Form der Tafel ist etwas Besonderes; sie stellt nämlich die alten Grenzen des Ortes Königshoven aus dem 16. Jahrhundert dar. Darin eingebettet ist neben dem markanten Schriftzug des Ortes die Petrusfigur als Pfarrpatron, der das Schöffensiegel aus dem Jahre 1557 wie ein Schutzschild vor sich hat. In die Fläche des Ortsgebietes eingebettet sind alte Wege und die markanten Punkte: die frühere Kirche St. Peter, die Schule, das Kloster mit dem Kindergarten, das ehemalige Spritzenhaus, den Standort der früheren Kapelle und der Standort der neuen Kapelle.
Natürlich darf auch nicht die alte Brauerei fehlen sowie die zwei größten Bauernhöfe des alten Ortes.
Die neue Tafel wird anlässlich des Pfarrfestes am 4. September erstmalig gezeigt und danach an der Petrus-Kapelle befestigt.

Letzte Änderung: Montag, 29.08.2011 16:32 Uhr

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