Rhein-Erft-Kreis (zi). Es war ein freudiger Anlass, der Bürgermeister und Beigeordnete aus allen zehn Kommunen des Kreises in das Kreishaus zog. Dort unterzeichneten Landrat Werner Stump und seine Amtskollegen aus den Städten eine Vereinbarung zur Schulsozialarbeit, denn der Kreis erhält hierfür Mittel der Bundesregierung bis 2013. Noch in diesem Jahr kann der Kreis 2,2 Millionen Euro verteilen, in den beiden Folgejahen rund zwei Millionen Euro pro Jahr. Das "Bildungs- und Teilhabepaket" der Bundesregierung verfolgt das Ziel, mehr Jugendlichen eine qualifizierte Schulausbildung zu vermitteln.
Die Städte entscheiden selbst, wie sie das Geld verwenden wollen. Sozialdezernent Anton-Josef Cremer erklärte, der Kreis werde an seinen Berufskollegs je eine Stelle für eine Fachkraft der Schulsozialarbeit einrichten, jedoch befristet bis 2013. Stump sagte, mit der Schulsozialarbeit könne versucht werden, der "Bildungsarmut" vorzubeugen, und vielleicht lasse sich so auch dem Fachkräftemangel in den Betrieben entgegenwirken.

