Mit einem 2:2-Unentschieden endete am Sonntag das Lokalderby der Verbandsliga zwischen Brühl und dem FC Hürth. Was die Gastgeber wie einen Sieg feierten, sorgte bei den Hürthern hingegen für lange Gesichter.
Denn noch eine Viertelstunde vor Schluss sahen die Gäste wie die sicheren Sieger aus: Sie führten durch zwei Treffer von Michael Schmitz mit 2:0-Toren, hatten in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen bestimmt und nach der Pause dem wachsenden Druck der Brühler widerstanden. Die versuchten offenbar, die wenig erfrueliche Leistung der ersten 45 Minuten dadurch vergessen zu machen, dass sie wenigstens bis zum Schluss kämpften.
Aber dann überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst hatte Yousef Keshta die Chance, mit dem 3:0 alles klar zu machen, traf aber statt dessen nur den Pfosten. Praktisch im Gegenzug kam Brühl nach einem Eckball zum Anschlusstreffer durch Martin Notz. Und ein paar Minuten vor Schluss wollte der Unparteiische dann ein Handspiel eines Hürther Abwehrspielers im Strafraum gesehen haben. Den fälligen Elfmeter verwandelte Thomas Frohn zum 2:2-Enstand.
"In der ersten Halbzeit haben wir verschlafen und sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen", meinte Brühls Co-Trainer Markus Sabel anschließend. "Am Ende war natürlich auch ein bisschen Glück dabei. Aber das Ergebnis geht aus meiner Sicht dennoch in Ordnung!"

