Es ist ja sehr schön. Die Stadt hat neue Fahrzeuge zur Straßenreinigung. Sie sind zwar klein, dafür aber leiser als die Vorgänger.
Das war es dann aber auch schon. Denn nun geht das Straßenkehrballett los.
Erster Akt: Eine der kleinen Maschinen düst auf ein und demselben Stück vier- bis fünfmal hin und her
Zweiter Akt: Nun haben die Laubblaser ihren großen Auftritt. Mindestens doppelt so laut wie die kleine Kehrmaschine versuchen sie nun, weil es in strömen regnet, die Strasse trocken zu blasen. Laub ist ja keines mehr da und alles andere hat das kleine Monster schon gefressen.
Dritter Akt: Zum großen Finale erscheint dann auf dieser Bühne noch die große Kehrmaschine.
Man wird an einen alten Schreittanz erinnert wenn man sieht wie die kleine Maschine mit der großen aneinander vorbeifahren. Und zwischendrin mit lautem Getöse immer der Laubbläser.
Ein besonderes Augenmerk ist auf die Laubbläser zu richten. Jetzt ausgerüstet mit Staubschutzmaske und Gehörschutz haben sie in vergangener Zeit den vorbeieilenden Passanten den Blaserüssel oft noch vor die Füße gehalten. Das ist nun nicht mehr so.
Nein, viel schlimmer. Sie drehen sich weg und zeigen dem Menschen der vorbei möchte den Rücken. Dabei vergessend, dass hier ja der Motor ihrer Höllenmaschine ist. Nun bekommt man als "vorbei wollender" nicht mehr den Staub, sondern eine warme Wolke aus stinkendem Auspuffabgas ins Gesicht..
Wie lange mag es wohl noch dauern den Reinigungseinsatz auf der Hauptstrassevernünftig zu organisieren und die Laubbläser durch den guten alten Besen zu ersetzen ?
Man darf gar nicht daran denken was da, bei den heutigen Spritpreisen, durch dies so häufige hin und herfahren auf einer Stelle an Geld sinnlos aus dem Fenster geschmissen wird. Und von der Luftverschmutzung durch die Abgase wollen wir lieber gar nicht erst reden.



