Die Rückkehr zur neuen Bescheidenheit

Kritische Töne beim Neujahrsempfang der Stadt

Von Jan L. Dahmen

"Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche!" Mit einem Zitat des Ordensstifters Franz von Assisi begrüßte Bürgermeister Walther Boecker am Donnerstag die Gäste beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt im Bürgerhaus. Aber zu Träumereien ließ sich der Verwaltungschef angesichts knapper Kassen nicht verleiten.
"Es wird immer schwieriger angesichts stetig wachsender Aufgaben und Ausgaben einen micht nur ordnungsgemäßen, sondern auch zukunftsweisenden Haushalt zu basteln", gestand Boecker. Hürth stehe jedoch im Vergleich zu anderen Kommunen noch relativ gut da. Einen Seitenhieb erlaubte sich der Verwaltungschef in Richtung Bergheim, wo der Kreis 20 Millionen Euro horte während andere Kommunen ihre Kreisumlage mit Kassenkrediten finanzieren müssten.
Dennoch, so Boecker, gelte es, die Stadt weiterzuentwickeln. Neben der Integration stünden Schulen und Kindergärten dabei im Mittelpunkt. Hier werde weiterhin viel Geld investiert. Ansonsten aber gelte es, den Gürtel enger zu schnallen. "Die Rückkehr zu einer neuen Bescheidenheit", forderte Boecker. Und damit gleichzeitig die Lebensqualität in der Stadt gewahrt bliebe, sei Bürgerengagement gefragt.
Da passte es ganz gut, dass auch in diesem Jahr wieder drei Hürtherinnen und ein Hürther für besonderes bürgerschaftliches Engagement geehrt wurden. Diesmal erhielten Bürger aus Stotzheim die "Stadtplakette".
Das Rahmenprogramm wurde gestaltet von der Gruppe KommUnity bei dem Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam tanzen und musikzieren.

Letzte Änderung: Mittwoch, 25.01.2012 12:55 Uhr

Hürther Fastelovends Verzäll

Jetzt wird es wieder närrisch - Hier finden Sie alles rund um den Hürther Karneval... »

Alle Titel im Großraum Köln/Bonn

Lernen Sie die weiteren Anzeigenblätter im Großraum Köln/Bonn kennen. »

Hürther Bilderalben