Pulheim (gb) Dazu strahlender Sonnenschein und herrlich blauer Himmel. Lange hält man es draußen jedoch nicht aus. Bei einem strammen Wind fühlen sich die Temperaturen auf der Haut viel kälter an.Wer sich nicht warm genug einpackt, riskiert Erfrierungen. Mütze, Schal, Handschuhe eine dicke Jacke und warme Schuhe sind Pflicht.
Zugefrorene Gewässer laden zum Eislaufen ein. Doch da ist Vorsicht geboten, nur frei gegebene Eisflächen sollten betreten werden. Gerade an Baggerlöcher, wo es Unterströmungen gibt, ist es besonders gefährlich. Solche hochwinterlichen Ostwetterlagen sind sehr stabil und können lange andauern.
Die eisige Luft aus Russland kommt übers Festland und ist sehr trocken, dadurch bleibt Schnee aus. Die Bilanz dieser Kältewelle ist erschreckend. Europaweit sind bereits über 300 Menschen erfroren. Besonders schlimm ist es im Südosten Europas. Schneemassen und Temperaturen von -20ºC bis -30ºC machen den Menschen dort zu schaffen. Selbst im Nordosten Deutschlands wurde neue Minusrekorde verzeichnet. Über Schnee sanken die Temperaturen bis nahe -30ºC.
Solche Temperaturen sind im Rhein-Erft-Kreis nicht zu
befürchten. Dennoch sieht man auch hier in einigen Regionen
die Auswirkungen der extremen Kälte. Wasserstraßen und
Kanäle frieren zu und die Schifffahrt ist massiv behindert.
Die Sieg bei der Ortschaft Schladern ist streckenweise komplett zu
gefroren. Für Spaziergänger und Fotografen ein tolles
Motiv, was nicht alle Tage zu sehen ist. An der heimischen Erft
dagegen ist alles eisfrei. Durch das Kühlwasser, was in die
Erft geleitet wird, kommt es dort zu keiner Eisbildung. Der Fluss
dampft ordentlich und am Ufer ist viel Raureif zu sehen.
Diese Kältewelle wird noch mindestens bis Sonntag andauern.
Ob sich zum Anfang der neuen Woche eine Milderung oder ein neuer
Kaltluftvorstoß abzeichnet, darüber sind sich die
Wettermodelle noch nicht einig.



