GKSC: Das Gleueler Fußballwunder

Der GKSC will in der kommenden Saison durchstarten

von Jan L. Dahmen

Keine Frage: Der GKSC hat in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt. Wenn man aber die zurückliegende Spielzeit des GKSC mit "turbulent" charakterisiert, dann ist das sehr, sehr vorsichtig formuliert. Nur höchst ungern erinnern sich die Verantwortlichen an der Barbarastraße an das, was bis zur Winterpause passiert ist, aber umso lieber an das, was danach kam.
Wir erinnern uns: Mit einer notgedrungen komplett neu formierten Mannschaft und neuem Trainer war der GKSC gestartet. Oder eben auch nicht gestartet. Denn in der Hinrunde reichte es für die ziemlich chaotische Truppe zu gerade einmal drei Punkten. Von den ganz eisernen Fans vielleicht einmal abgesehen, gab es um die Jahreswende niemanden mehr, der auf den Club auch nur einen Pfifferling gewettet hätte.
Und dann kam die Wende. Und zwar in Person von Norbert Bosen, Jupp Kurth und Trainer Lothar Uttecht. Die beiden Erstgenannten übernahmen die sportliche Leitung und holten ein paar Hoffnungs- und Leistungsträger in die Mannschaft. Lothar Uttecht kam aus Lindental-Hohenlind und brachte Ordnung und Schwung in die Truppe. Und "das Fußballwunder" wurde Wirklichkeit. Die Rechnung ist aufgegangen und der GKSC schaffte den Klassenerhalt.
Das Dreiergespann Bosen, Kurth, Uttecht geht in Gleuel nun also in seine zweite Saison. Das offizielle Ziel ist "eine gute Platzierung in der Kreisliga A". Und damit das klappt, appelliert Uttecht in erster Linie an den Teamgeist. "Kameradschaft und Zusammenhalt werden von mir groß geschrieben", so der Trainer. "Und das nicht nur auf dem Fußballplatz!"
So ganz ohne den sportlichen Aspekt geht es aber natürlich nicht. Und daher wurde in der Sommerpause auch am Kader weiter gefeilt. Zunächst einmal galt es die wenigen, aber sicher schmerzhaften Abgänge zu kompensieren. Und zwar den von Boris Kalf (Ziel unbekannt) und vor allem von Ufuk Balik, der gemeinsam mit Marco Peters das Gleueler Abwehrzentrum bildete und künftig seine Brötchen als Co-Trainer in Gruhlwerk verdienen will. Dem gegenüber steht eine lange Liste von Neuzugängen, aus der Namen wie Defensiv-Mann Stefan Kurth, Oskar Baixo oder auch Rocco Gentilesca vom Landesliga-Absteiger VfR Bachem hervorstechen.
Viel Potential also, das aber erst einmal geweckt sein will. "Es gilt, die zahlreichen Neuzugänge zu integrieren und mit dem alten Stamm, eine Einheit zu formen", so Lothar Uttecht. Wichtig für ihn: "Jeder Mannschaftsteil ist mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern gut besetzt. Einen Freifahrtschein bekommt keiner. Jeder wird sich in der Vorbereitung beweisen müssen. Turniere in Habbelrath und Schwadorf sorgten neben zwei Testspielen und dem Pokal dafür, dass niemandem langweilig wurde.
Die Elf scheint gerüstet. Und wer weiß - Vielleicht lautet die nächste Schlagzeile aus Gleuel ja wieder "Ein Fußballwunder!"

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